Aktuelles Programm

Drei Mal im Jahr erscheint unser Veranstaltungsprogramm, das "Gelbe Info".


Meditationskreis „Achtsamkeit in Oldenburg e.V“

Normalerweise trifft sich unser Meditationskreis jeden Mittwochabend um 19.30 Uhr im Umwelthaus Oldenburg (PFL-Kulturzentrum, Peterstr. 3; Zugang über den kleinen Innenhof auf der PFL-Rückseite). Aber …

 

… während der Corona-Krise ist das nicht so ohne Weiteres möglich. Zurzeit (Stand 20.5.20) treffen wir uns in einer „ZOOM-Sangha“. Die Zugangsdaten sind in unserer Netzseite www.achtsamkeit-in-ol.de zu finden. - Die Themen für die geführte Meditation und die Gespräche werden kurzfristig entschieden.

 

Wir bereiten eine Möglichkeit vor, dass sich einige (nach vorheriger Anmeldung und unter Einhaltung der Abstandsregeln) im UHO treffen und andere gleichzeitig c/o ZOOM teilnehmen (siehe Netzseite).



Sonntag 12.07.02020

Meditative Watt-Wanderung nach Minsener Oog

Bild ©Theo Stenert
Bild ©Theo Stenert

Wir gehen davon aus, dass unsere meditative Watt-Wanderung stattfindet, da es im Watt nicht schwierig ist, Abstand zu halten. Sie beginnt (mit Wattführerin Christiane Katzenberg) um 9:45 in Schillig (Rückkehr Schillig ca. 14:00 Uhr). Anmeldung (bis 7. Juli) und Infos (Fahrgemeinschaften ab Oldenburg usw.) bei Manfred Folkers (0441/8850040) (manfred-sagt-moinmoin@t-online.de).


Unsere Verabredung mit dem Leben

25 Jahre "Achtsamkeit in Oldenburg e.V"

Dieser Text wurde in leicht veränderter Form in der „Intersein - Zeitschrift für achtsames Leben in der Dhyana-Tradition von Thich Nhat Hanh“ veröffentlicht (Nr. 56, Mai 02020)

Bild © Anja Wockenfuss
Bild © Anja Wockenfuss

Als sich der gemeinnützige Verein „Achtsamkeit in Oldenburg“ im März 01995 gründete, waren bereits zwei Jahre vergangen seit Thich Nhat Hanhs Vortrag „Innerer Friede - äußerer Friede“ im völlig überfüllten Großen Saal des städtischen Kulturzentrums. In der Reihe 25„Orientierung in bedrohlicher Zeit“ sprach Thay über „buddhistische Anregungen für westliche Lebensgestaltung“, bevor er das erste Retreat in einem großen Seminarhaus leitete. Drei weitere große Retreats mit ihm wurden von unserer Sangha veranstaltet.

 

Im 01996er-Retreat „EinsSein mit der Erde“ erinnerte er uns mit Hilfe der Lehre des Buddha nicht nur an unsere Verabredung mit dem Leben („die immer im gegenwärtigen Augenblick stattfindet“), sondern auch an unsere vollständige Verbundenheit mit dem Universum („Intersein“), die er mit der Essenz der Lehre des Buddha („Dharma“) veranschaulichte; „Leer von einem eigenständigen Selbst zu sein bedeutet, erfüllt zu sein von allem (*)“.

 

Das 02001er-Retreat „Achtsamkeit - das Herz der buddhistischen Praxis“ stand ganz im Zeichen der „Drei Geschenke der Bodhisattva Avalokiteshvara“. Nachdem Thay das 1. Geschenk (die materiellen Mittel, also dass überhaupt etwas da ist) und das 2. Geschenk (das praktische Wissen, wie das, was da ist, funktioniert) beschrieben hatte, widmete er sich ausführlich „dem dritten, dem wertvollsten Geschenk: das Geschenk der Nicht-Angst (*)“. Kein Wunder, dass eine am Ende des Retreats von Sister Chan Khong geleitete buddhistische Hochzeit dem Motto folgte: „Wir sind nicht in dieser Welt, um Angst zu haben“.

 

Das 02005er-Retreat „Loving Teaching - Joyful Learning: Die Kunst, liebevoll zu lehren und mit Freude zu lernen“ richtete sich insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer. Wer „Love“ und „Joy“ als Motive wahr nimmt und als Haltungen praktiziert, stärkt das eigene Vertrauen in die Entwicklungsmöglichkeiten als Mensch und hilft, sie auch bei anderen zu entdecken und zu fördern.

 

Seit der Vereinsgründung vor 25 Jahren bestimmen die wöchentlichen Meditationstreffen den Rhythmus unserer Sangha. Die Plum-Village-Praxis mit stillem Sitzen und Gehen bildet die Basis. Gelegentlich rezitieren wir die Achtsamkeitsübungen oder vollziehen die Erdberührungen.

 

Die Themen der mittlerweile 1.000 einstündigen Gespräche umfassen ein breites Spektrum. Sie entstehen aus der Sangha und werden weder akademisch noch ergebnisorientiert behandelt. Der Austausch beginnt mit einem vorbereiten Impuls (Text, Mini-Vortrag, Fragestellung), den die Anwesenden aufgreifen und mit eigenen Gedanken und Erfahrungen füllen.

 

Außerdem haben wir das Glück, einen Raum zu nutzen, in dem überwiegend nicht-meditative Aktivitäten stattfinden: den Tagungsraum des Umwelthauses. Dieses Umfeld entspricht unserem Anspruch, eine offene Gruppe zu sein. Es unterstützt unser Bestreben, nicht nur unser Engagement im individuellen, sondern auch im gesellschaftlichen Alltag zu beleuchten.

 

Entsprechend selten reden wir über Religion oder asiatisch-buddhistische Traditionen. Lieber sprechen wir über Mit- und Umwelt-Themen und über die Zukunft der Menschheit auf dieser Erde (aktuell über die Anliegen der Jugendbewegung „fridays for future“, den Achtsamkeits-Aspekt in den Aktionen von „Extinction Rebellion“ und die buddhistischen Motive für die Gestaltung einer Kultur des Genug). Häufig enden unsere Gespräche bei der Kraft einer säkularen Spiritualität, wie sie im Dharma zu finden ist. Impulse für unseren Austausch finden wir oft in den Büchern von Thich Nhat Hanh.

 

Doch wir erfreuen uns auch an anderen Aktivitäten. Besonders beliebt sind die Übestunden „Qigong im Schlossgarten“. Schon in der 27. Saison versammeln sich von Mai bis September jeden Montag jeweils rund 40 Interessierte, um sich unter Anleitung achtsam zu bewegen und dabei ihre Atmung zu vertiefen. Die jährliche meditative Watt-Wanderung zur Nordsee-Insel Minsener Oog ist ein reales Erleben von Stille und offener Weite. Bei Bedarf treffen wir uns in einer Dharma-Gruppe, um ein Thema zu vertiefen. Alle zwei Jahre gestalten wir ein Achtsamkeits-Wochenende in der Lüneburger Heide. Viele unserer Sangha-Mitglieder haben schon an Retreats oder Seminaren in Plum Village oder im EIAB in Waldbröl teilgenommen.

 

Unser 25-jähriges Bestehen haben wir im März im selben städtischen Kulturzentrum gefeiert, in dem Thay die Gründung der Sangha initiierte. Das Programm: Eine Rück- und Vorschau, ein Vortrag von Sister Bi Nghiêm, Videos über das Kloster Tu Hieu und die „Happy Farm“ sowie musikalische Darbietungen. - Im September werden wir einen Ausflug in den Lebensgarten Steyerberg (bei Nienburg) organisieren und die dortige Choka Sangha besuchen. - Beschließen wollen wir unser Festjahr in der Silvesternacht, indem wir unter dem Motto „Stille statt Böller“ in das Jahr 02021 hinein meditieren. 

 

Im Programmheft des Umwelthauses haben wir unseren Meditationskreis als „eine Art Repair-Meeting“ vorgestellt, da durch „anhalten und genau hinschauen Fehlfunktionen des Geistes wie Unruhe, Zweifel, Verdrängung und Verblendung ‘repariert‘ werden“ können. Indem wir unsere Verbundenheit mit der Welt („Intersein“) ernst nehmen, unsere unacht- und unheilsamen Gewohnheiten transformieren und die teilweise verloren gegangene spirituelle Dimension des Lebens wieder entdecken, versuchen wir, unsere Verabredung mit dem Leben einzuhalten und auf integere Weise auszufüllen.

Manfred Folkers

 

 (*) Thich Nhat Hanh: Mit dem Herzen verstehen, S. 27 + 88; Theseus 1989/2000 

 

Geplagt von Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und amoklaufenden Gedanken, war ich offen dafür, irgendetwas über Meditation zu lernen, aber tief skeptisch nach der Begegnung mit einer anderen spirituellen Gruppe, als ich das erste Mal unsere Sangha besuchte. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die gemeinsame Stille und das langsame Gehen - ohne Agenda und weitgehend ohne Anweisungen - mich so tief berühren würden. Zum anschließenden Gespräch brachte jeder seine besondere Perspektive mit: die Plum Village Tradition, Zen, Tibetischer Buddhismus, die Christliche Tradition sowie viele Sichtweisen, die nicht an eine religiöse oder spirituelle Tradition gebunden waren.  Durch den sanften und respektvollen, aber intensiven Austausch wurde mir schnell klar, dass es sich hier um einen „sicheren Ort“ handelt: ein Platz, an dem ich wachsen und lernen konnte.

 

Jahre später, als ich mit der Unterstützung meiner Sangha die 14 Achtsamkeitsübungen des Intersein-Ordens empfangen habe, ist mir bewusst geworden, dass ich insbesondere die erste Übung – Offenheit und dass die buddhistischen Lehren keine Dogmen sind - schon lange zusammen mit der Oldenburger Gruppe habe üben können

 

 Stephanie Marquardt


All we need is less

Corona, Buddha und andere Motive für eine Kultur des Genug

Noch wehren sich viele Menschen gegen die unbequeme Wahrheit, dass unsere Zivilisation auf einen Abgrund zusteuert. Die Corona-Pandemie ist nur ein Vorgeschmack, denn größere Krisen wie der Klimawandel und das Artensterben rücken näher. Sie entstehen aus dem zentralen Widerspruch unserer Zeit - dem Wachstumswahn auf einem endlichen Planeten. Dieses Dilemma lässt sich nur überwinden, wenn dessen Ursachen identifiziert worden sind.

 

Klar ist: Es waren Menschen, die diese Gesellschaftsform aufgebaut und mit ihren Motiven und Handlungen gestaltet haben. Es ist ihr „mehr haben wollen“, das sich zu einer Wachstumsdoktrin verfestigt hat. Es ist ihr gemeinsames und gleichzeitig trennendes Streben nach „mehr als andere haben wollen“, das sich nun als Wettbewerbs- und Konkurrenzdruck zeigt. Und von den ökologisch und sozial schädlichen Folgen dieses Vorgehens lenken sie sich mit der Befürchtung ab, ein Abweichen von diesen Wegen und Prinzipien sei erst recht katastrophal.

 

Vom Wachstumssystem ist keine Umorientierung zu erwarten, denn es sieht sich ohne Alternative. Diese Wirtschaftsform kann sich eine Ökonomie ohne Expansion und Konsumsteigerungen nicht einmal vorstellen. Bei ihrer Jagd nach Profit und Marktmacht ignoriert sie alle Warnungen und planetaren Grenzen. Ihr ist nie etwas genug. Statt Befriedigung zu finden sucht sie ständig nach Lücken und neuen Geschäftsfeldern oder wirbt für neue Wünsche und Trends.

 

Auswege aus dieser Sackgasse können deshalb nur von den einzelnen Menschen gefunden und beschritten werden. Als Teil des Problems sind sie auch Teil der Lösung. Solange sie den ökologischen Fußabdruck übertreten, sind sie kleine Motoren eines unheilsamen Prozesses. Sobald sie ihr Handeln an einer enkeltauglichen Zukunft ausrichten, arbeiten sie für eine heilsame Perspektive.

 

Die Corona-Krise weist auf die größte Hürde dieses Wandels hin. Die meisten Menschen sind zwar zu kurzfristigen Einschränkungen bereit, wenn sie danach zu den alten Gewohnheiten zurückkehren dürfen. Ein nachhaltiger Umschwung benötigt jedoch ihren festen Willen, die bisher ins Mehrungswesen gesteckte Kraft dauerhaft für eine Transformation einzusetzen. Im Idealfall sollte niemand zu einem Richtungswechsel gezwungen werden, sondern möglichst alle sollten diese Wende aus Überzeugung anstreben oder aus vollem Herzen wünschen.

 

Neue Motive braucht das Land, braucht die Wirtschaft, braucht jeder Mensch. Um sich vom Drang nach Mehrung zu befreien, bieten Ziele wie „genug ist genug“ und „all we need is less“ quantitativ überprüfbare Beweggründe an. Diese von Behutsamkeit durchdrungene Motivation ist flexibel und verhandelbar. Ihre Ergebnisse fallen unterschiedlich aus, weil die Erde groß, die Menschheit bunt und das „zu viel“ extrem ungleich verteilt ist.

Schwieriger auszutarieren ist der Inhalt der Motive für eine Kultur des Genug, da sie auf individuellen Erfahrungen, Einsichten und Entscheidungen beruhen. Wer sich freiwillig, überzeugt und rechtzeitig für eine soziale und ökologische Wende engagieren möchte, sollte allerdings offen sein für Anregungen aller Art.

 

Interessant und hilfreich sind zum Beispiel einige Überlegungen des Buddha, der vor 2.500 Jahren mit „Gier, Aggression und Verblendung“ ausgerechnet jene Antriebskräfte als Ursachen von menschlichem Leid identifiziert hat, die sich heutzutage als Wachstumsprinzip, Konkurrenzdenken und Folgenleugnung zu einer Art „Gier-Wirtschaft“ gemausert haben. Außerdem hat der Buddha einige einfache Praktiken für eine ausgewogene Lebensgestaltung vorgeschlagen.

 

Mit der Meditation empfiehlt er eine Übung, sich ganz und in Ruhe bewusst der Gegenwart zuzuwenden, um das Dasein als ständige Bewegung und die eigene Anwesenheit als existenzielle Verbundenheit mit dem Universum zu erleben. Wer sich derart willkommen weiß in dieser Welt, wird verantwortlich handeln und ohne Verzichtsgefühle einen - schon vom Buddha empfohlenen - „Mittleren Weg“ beherzigen, weil von einer grundsätzlichen Zufriedenheit aus gesehen „weniger“ eigentlich nur bedeutet: „anders“. Mit dieser Einstellung lässt sich auch in begüterten Regionen ein maßvolles Handeln verwirklichen, das sowohl Armut und Hunger als auch Überfluss und Verschwendung vermeidet.

 

Während der Corona-Krise lässt sich beobachten, welche Maßnahmen nötig und möglich sind, um das Leben von Menschen zu retten, die nah und sichtbar sind. Diese Anteilnahme wird durch die buddhistische „Liebende-Güte-Meditation“ auf alle lebenden und die noch nicht geborenen Wesen ausgedehnt, ohne auf Dürren, Fluten, Missernten, Epidemien und ähnliche Katastrophen zu warten. Dieses umfassende Mitgefühl führt nicht nur zu einem Protest gegen die Zerstörung der Mitwelt, sondern auch zu einer Aufforderung an die Politik, neben dem ganzen (Alltags-) Leben immer auch das Leben als Ganzes im Blick zu behalten, also global und enkeltauglich zu denken und lokal zu handeln.

 

Auf dieser Grundlage lässt sich eine Postwachstums-Gesellschaft aufbauen, in der soziale Absicherung, Gesundheit, Bildung, Kultur usw. nicht mehr vom Mehrungswesen abhängig sind. Mit diesem Konzept entsteht eine Lebensweise, die von Nähe und Fürsorge bestimmt wird und sich durch Teilen und Teilhabe, Haltbarkeit und Reparieren, Recycling und Naturschutz, Genügsamkeit und Grundsicherung, Gemeinwohl und Genossenschaften usw. auszeichnet.

 

Zentrale Kraftquelle für die kreative Überwindung des Wachstumswahns auf unserem endlichen Planeten und für die Gestaltung einer Kultur des Genug ist jedoch ein Ziel, das der Buddha dem Leben gab und ihm den Ehrentitel „der Erwachte“ einbrachte: „Wake up - wach auf!“, meinte er. „Schau Dir die Welt hier und jetzt unvoreingenommen und achtsam an. Und engagiere Dich.“

 

Beitrag von Manfred Folkers für einen Podcast des oekom-Verlags

zum Buch:

 

„All you need is less" Manfred Folkers / Niko Paech

Die Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht

(oekom verlag; 240 Seiten; 20 €; ISBN: 978-3-96238-058-8; März 02020)

„Achtsamkeit und Nachhaltigkeit sind in aller Munde. Sie sind die zentralen Pfeiler der modernen-Suffizienz-Bewegung, aber auch der Lehre des Buddha. Die Autoren loten aus, welche Potenziale diese Konzepte enthalten, um den Wachstumspfad zu verlassen und eine Kultur des Genug zu entwickeln.


Text von Thich Nhat Hanh aus dem Buch "Das Wunder im Jetzt" (Seite 119 f.):

Das ist es

"So lange habe ich diesen Tag ersehnt"

(aus einem Vietnamesischen Gedicht)

Die Gelegenheit, auf die du so lange gewartet hast, ist genau hier im gegenwärtigen Moment. Jeder Schritt ist diese Gelegenheit; jeder Atemzug ist diese Gelegenheit – eine Gelegenheit für dich, zum Jetzt zurückzukehren und aufzuhören mit deinem endlosen Umherschweifen und Warten, dass dieser Tag kommen möge.

 

Der Tag, auf den du gewartet hast, ist heute;

der Moment, auf den du gewartet hast,

ist genau dieser Moment.

 

Du musst den Schleier von Zeit und Raum durchschneiden, um in das Hier und Jetzt zu kommen.

 

Wie auch immer deine Lebensumstände sein mögen, es gibt diese Gelegenheit für dich. Im Jetzt wirst du finden, was du immer gesucht hast.

 

Theo Stenert:  Dieser Text weist (bes. auch.in Corona-Zeiten, in denen sich die allermeisten Leute nach der noch nicht zu greifenden Zeit danach sehnen) darauf hin, dass wir dankbar sein können für all die Momente und Tage, die wir in diesen Corona-Zeiten erleben.


Nicht-Begehren – du hast genug

Sobald wir erkennen, dass wir in genau diesem Moment bereits genug haben, und dass wir selbst genug sind, wird wahres Glück möglich. Die Kunst des Glücks besteht in der Kunst des Lebens; der Kunst, tief im gegenwärtigen Moment zu leben. Das Hier und Jetzt ist die einzige Zeit und der einzige Ort, an dem das Leben verfügbar ist und wo wir alles finden können, was wir suchen, einschließlich Liebe, Freiheit, Frieden und Wohlbefinden.

Glück ist eine Gewohnheit. Es ist ein Training. Mit Achtsamkeit, Konzentration und Einsicht können wir uns von der Ruhelosigkeit und vom Begehren befreien und realisieren, dass wir – genau jetzt – bereits mehr als genug Bedingungen haben, um glücklich zu sein. Das ist die Kontemplation über das Nicht-Begehren. Das achtsame Atmen führt uns immer wieder zu uns selbst zurück, sodass wir den Tag über wirklich gut für uns sorgen. So können wir uns von unserem Bedauern über die Vergangenheit und den Sorgen über die Zukunft befreien, jeden Augenblick auf eine tiefe Weise leben, und mit dem Wunderbaren, Erfrischenden und Heilenden ringsum und in uns selbst in Berührung kommen.

 

(Thich Nhat Hanh: Leben ist, was jetzt passiert, Das Geheimnis der Achtsamkeit, Aus dem Englischen von Jochen Lehner, Lotus Verlag 2018


Bitte vormerken - Save the date!

Montagabend, 9. November 02020; VHS Oldenburg (Karlstraße):

All we need is less - und andere Motive für eine Kultur des Genug

Klimawandel, Artensterben, soziale Ungleichheit und die Corona-Krise sind Ergebnisse des Wachstums-Wahns auf einem endlichen Planeten. Um diesen Widerspruch zu überwinden, plädieren der Ökonom Niko Paech und der Buddhist Manfred Folkers (beide aus Oldenburg und Autoren des Buches „all you need is less“) für eine Rückkehr zum menschlichen Maß und eine von enkeltauglichen Motiven inspirierte Kultur des Genug.


Link zum NWZ Artikel von Soeke Heykes

In der Nordwestzeitung erschien am 27.2.02020 ein Artikel von Soeke Heykes über Achtsamkeit in Oldenburg e.V

 

Hier der direkte Link zu diesem Text:

 

https://www.nwzonline.de/oldenburg/oldenburg-begegnung-oldenburger-meditieren-im-sitzen-und-gehen_a_50,7,1861299731.html 


Link zum"Sonntagsspaziergang im Deutschlandfund" ins EIAB

Am 17. Mai führte der "Sonntagsspaziergang im Deutschlandfunk" ins EIAB nach Waldbröl.

 

Dieser Link führt direkt zum Audio (12 Minuten):

 

https://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audioMode=3&audioID=832223&state=


Sommerretreat im EIAB in Waldbröl

Das Sommer-Retreat im EIAB in Waldbröl ist bislang (Stand 20.5.02020) noch nicht abgesagt worden.

Unter dem Titel „FURCHTLOS IN SCHWIERIGEN ZEITEN“ werden vom 3. bis 8.8.02020 Nonnen und Mönche aus Plum Village und aus dem EIAB dieses Retreat anbieten.

 

Aktuelle Infos: www.eiab.eu


Download
Program 2. Quartal Achtsamkeit-in-OL 2020
Hier können Sie das Programm herunterladen.
Gelbinfo Mai bis August 2020.pdf
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